Dinner in einem einzigartigen Haus auf Airbnb gebucht hatten.
August 2019

Der Veranstaltungsort schafft den passenden Rahmen: Aus einem vorhersehbaren Geschäftsessen wird ein bedeutsames Event

Die Führungskräfte großer Unternehmen werden dir erzählen, dass sie bei zwanglosen Gesprächen mit anderen Führungskräften Kontakte knüpfen müssen und so persönliches und geschäftliches Wachstum generieren. Deshalb nehmen sie an einem Geschäftsessen nach dem anderen teil.

Aber sie werden dir auch erzählen, dass sie dazu eigentlich keine Lust haben, verrät Dan Kraemer, Gründer und Chief Design Officer von IA Collaborative, deren Design- und Innovationsberatung den weltweit führenden Marken hilft, neue Möglichkeiten zu entdecken und aufregende Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Durch umfangreiche Designrecherchen im Bereich Geschäftsreisen und Gastgewerbe hat IA gelernt, dass bei den traditionellen „VIP“-Geschäftsessen, die oft in seelenlosen Ballsälen oder beengten Restaurants stattfinden, selten die wertvollen und bedeutsamen Gespräche zustande kommen, auf die Führungskräfte hoffen. Aus diesem Grund beschlossen er und seine Kollegen, etwas anderes zu planen: ein „Thought Leadership“-Dinner in einem einzigartigen Haus, das sie für ihren Aufenthalt während einer Konferenz auf Airbnb gebucht hatten.

Das Ergebnis war eine Veranstaltung, die sich eher privat und vertraut anfühlte als gezwungen und geschäftsmäßig.

„Diese Prototyp-Veranstaltung repräsentiert, wie Leute Airbnb for Work in Zukunft nutzen werden. Wir wollten eine Umgebung, die uns dabei hilft, ein maßgeschneidertes und unvergessliches Erlebnis zu schaffen“, berichtet Kraemer. „Hätte diese Veranstaltung in einem Ballsaal oder Restaurant eines Hotels stattgefunden, wäre das Ergebnis sicher nicht das gleiche gewesen.“

Für die „Design Thinking“-Konferenz 2019 in Austin buchte IA Collaborative über Airbnb ein Haus, um eine komfortable Unterkunft und einen schönen Arbeitsbereich für die Mitarbeiter zu haben, wo sie sich nach einem Tag auf der Konferenz zusammenfinden und austauschen können. Sie beschlossen, das Haus auch dafür zu nutzen, 15 Führungskräfte von „Fortune 500“-Unternehmen zu einem Dinner einzuladen. Das Haus verfügte über einen offenen Wohnraum, ein großes Loft, eine abgeschirmte Veranda und eine Feuerstelle direkt vor der Tür. So bot es nicht nur einen tollen Raum zum Erholen, sondern auch eine neue und spannende Umgebung für die Führungskräfte, in der sie an einer Veranstaltung teilnehmen konnten, die Kraemer liebevoll als „Live-Business-Prototyp“ bezeichnet – ein Blick hinter die Kulissen, wie IA Collaborative für seine Kunden neue Angebote erstellt, wie beispielsweise dieses Event-Erlebnis.

Mittels sorgfältiger Recherchen wurde eine großartige Veranstaltung kuratiert

Führungskräfte sind bekanntermaßen zynisch, wenn es um diese Art von Veranstaltungen geht, erzählt Kraemer. Sie erwarten eine Art notwendige Schufterei bei einem langweiligen Erlebnis, bei dem sie kostbare Zeit verschwenden, die sie mit der Familie verbringen könnten. Um dies zu ändern, muss man ein positives Erlebnis schaffen – und sie die ganze Zeit über wissen lassen, was alles anders sein wird.

Kraemers Team wandte sich drei Wochen vor dem Dinner an die Teilnehmer, um sich bei den Führungskräften zu erkundigen, was sie sich wünschten und vor welchen Herausforderungen sie standen. Das Team nutzte diese Informationen, um auf einem 1,20 mal 2,40 Meter großen Stück Sperrholz eine „Ziele-Tafel“ zu erstellen, mit auswechselbaren Ziele-Karten, die individuelle Zielsetzungen und zur Erreichung ergriffene Maßnahmen enthüllten. Die Idee war es, zu Gesprächen anzuregen, die neue Verbindungen zwischen den Teilnehmern schaffen könnten.

Als die Leute ankamen, wurden sie in das Loft eingeladen, in dem der Prototyp erstellt wurde. Sie sprachen den ganzen Abend darüber. „Sie waren genauso an der Durchführung des Events interessiert wie an den daraus resultierenden Erkenntnissen“, sagt Kraemer.

Diese Prototyp-Veranstaltung repräsentiert, wie Leute Airbnb for Work in Zukunft nutzen werden. Wir wollten eine Umgebung, die uns dabei hilft, ein maßgeschneidertes und unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Hätte diese Veranstaltung in einem Ballsaal oder Restaurant eines Hotels stattgefunden, wäre das Ergebnis sicher nicht das gleiche gewesen.

– Dan Kraemer, Gründer und Chief Design Officer, IA Collaborative

Der wahre Wert bestand jedoch in den ganz natürlichen Gesprächen, die sich aus dem Gefühl der Intimität und Zugehörigkeit ergaben, das diese neue Art von Veranstaltung hervorbrachte. Im Laufe des Abends bildete die Umgebung die Grundlage für Gespräche. Die Leute strömten nach draußen auf die Terrasse, wo sie sich über ihre Erfahrungen austauschten.

Ein Ereignis wie dieses kann ein Wendepunkt beim Schaffen von Verbindungen sein, stellt Kraemer fest. Es ist nicht der einzige Aspekt, aber einer der wichtigsten Punkte. Einen Raum in einem Restaurant zu buchen und zu erwarten, dass die Leute sich entspannen und öffnen – das funktioniert ganz einfach nicht.

Mehr als nur ein weiteres Geschäftsessen

Das IA-Team teilte die Tische in drei separate Sitzbereiche auf: das Esszimmer, den Wohnbereich und die abgeschirmte Veranda. Kleinere Tische würden zu eher lockeren Gesprächen führen, ahnten sie. Jede Führungskraft erhielt eine Stecknadel, die der Farbe einer auf den Tischen platzierten Pflanze oder Blume entsprach. So wussten die Leute, mit wem sie zusammensitzen würden.

„Wir haben dafür gesorgt, dass diese Verbindungen zwischen Menschen, die vor den gleichen Herausforderungen stehen, auf natürliche Weise zustande kamen und sich nicht forciert anfühlten“, sagt Kraemer.

Eine weitere Sache, die das IA-Team gelernt hat, ist, dass die Leute das Erlebnis mitgestalten möchten. Sie wurden eingeladen, sich die Küche anzusehen und das Haus zu erkunden. Sie waren nicht nur Zuschauer – sie waren Mitwirkende, sagt Kraemer. „Wir haben eher eine Dinnerparty als ein Geschäftsessen organisiert. Es war ein einladender Raum, in dem die Gäste tatsächlich bis zu später Stunde verweilen wollten.“

Sie halfen sogar dabei, die Feuerstelle draußen am Laufen zu halten. Als diese Menschen mit ihren gemeinsamen Zielen in einer komfortablen und vertrauten Umgebung zusammenkamen, wurden Barrieren eingerissen, Schwachstellen offenbart, und das Teilen gewann an Bedeutung.

„Weil sich die Menschen in einer komfortablen und vertrauten Umgebung befanden – weil es sich um ein Zuhause handelte –, wechselten sie vom Geschäftlichen zum Privateren“, erinnert sich Kraemer. „Auch wenn es bewusst geschehen ist, sorgte es für einen sehr entspannten Abend, sowohl für die Geschäfte als auch für die persönlichen Beziehungen.“

Für dich empfohlene Inhalte